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  1. #91
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    Ich weiß nicht was mich mehr frustrierte, sein anhaltendes Schweigen oder meine Unfähigkeit diesem Theater ein Ende zu setzen. "Ach, verdammt", murmelte er und stand unvermittelt auf.



    "Jou?" Zum ersten Male war ich froh, dass sein Name einen so weichen Klang hat. Andernfalls wäre sicherlich ein leichter Vorwurf zu hören gewesen. So aber, wandte er sich langsam wieder zu mir um. "Ich kann das nicht, Ed."



    Ich spürte maßlose Enttäuschung in mir aufsteigen. "Ich weiß nicht mal wo ich anfangen sollte."



    Diese traurige Aussage erinnerte mich an meine Schwester. Eve hatte seit jeher die Angewohnheit allen Kummer in sich zu verschließen, bis sie nicht mehr ein noch aus wusste. "Es ist egal wo Du anfängst", meine Worte kamen sanft und direkt aus meinen Gedanken.



    "Sortieren können wir auch später noch", ich lächelte ihn aufmunternd an und er trat zögerlich wieder näher.



    "Sag einfach das Erste, das Dir in den Sinn kommt", schob ich hinterher, sobald er wieder neben mir saß.



    Ich überlegte fieberhaft, nicht nur wie ich ihn zum Sprechen animieren könnte, sondern auch weil ich das Gefühl hatte die Lösung läge sehr nahe. Das mir fehlende Puzzleteil lieferte er mir nur Augenblicke später: "Es sind diese Leute, Ed."



    Klangen diese Worte noch recht verzweifelt, so drangen die nächsten schon mit deutlich mehr Kraft aus ihm heraus: "Diese Menschenmassen! Ich... sie... Alle reden und rennen durcheinander."



    "Es ist furchtbar ... dies Gedränge! Ich ... ich würde sie am liebsten alle wegstoßen!"



    "Aber, die kommen immer näher, bis ... bis ich das Gefühl hab... Ich denke dann immer ich ersticke gleich. Alles wird so eng und und ich komm kaum raus! " Mein Versuch ihn zu unterbrechen ging völlig unter.



    "Aber das geht ja nicht, ich kann ja nicht immer weglaufen." Seine Augen drückten die ganze Panik aus, die er in solchen Momenten wohl empfand. Ich wagte einen neuen Versuch: "Warum setzt Du Dich dem aus?" - "Was?"



    "Warum setzt Du Dich dem aus", wiederholte ich. Er riss die Augen auf: "Was soll ich denn sonst tun?"



    "Mich zuhause einschließen? Eine wirklich großartige Idee, Ed."



    "Das habe ich jahrelang gemacht..."



    Den weiteren Dialog kann ich hier nicht wiedergeben, da er zu persönliche Einblicke gewähren würde. Einblicke, die mich, dies muss ich zugeben, über weite Teile sehr betroffen machten.



    Positiv zu erwähnen ist eventuell, dass der Spott seine Art von Schutzschild war.



    Obwohl ich nicht gern hörte, dass er diesen nur anwandte, da ich immer drauf ansprang und er so eine Möglichkeit hatte, sowohl seine Nervosität im Griff, als auch mich bei der Stange zu halten.



    Ich hüllte mich eine Weile in Schweigen, um die Flut der Informationen zu verarbeiten. "Du bist bestimmt geschockt, oder?" Sein unsicherer Ton ließ mich sofort aufhorchen. Ein Blick genügte und ich griff spontan nach seinem Arm: "Nicht wieder flüchten, Jou."



    Er stammelte etwas, das klang, als läge ihm nichts ferner. "Rede nicht", fuhr ich ihm dazwischen. "Entspann Dich lieber." Seine Augen blitzten endlich einmal wieder auf: "Okay", er deutete auf seinen Nacken und drehte mir den Rücken zu. Muss ich erwähnen, dass ich gut erzogen bin?


    "Es wird übrigens besser mit der Zeit." - "Schön zu hören", knurrte ich, ohne wirklich zu wissen, was er damit ausdrücken wollte. Es interessierte mich jedoch auch nicht sonderlich, dafür brannte mir eine andere Frage auf der Seele.



    "Warum schleppst Du mich immer an Orte, die Dir nicht zuträglich sind?" - "Na ja, ich dachte halt ... Du kommst sonst nicht."



    "Bitte?" Ich war völlig perplex. "Du gehst doch gerne aus, oder nicht?"



    "Du willst damit aber nicht sagen, dass Du ..." Ich mochte den Gedanken nicht einmal aussprechen. "Doch", schon wieder dies typisch verzagte, schiefe Grinsen.



    "Jetzt bin ich geschockt", stellte ich fest. "Hhm", er rückte mir nach, "Deine Gesellschaft wiegt es auf, Eddie." Ich korrigiere meine Aussage von vorhin, denn ich kann seinen Namen auch gequält aussprechen.



    "Ed?" - "Ich bin wirklich gern mit Dir zusammen, Jou." - Ach, wirklich?" Deutlich zu aufgekratzt, für meinen Geschmack.



    "Ja", gab ich zu. "Hhm", machte er und ich relativierte meine Aussage: "Zumindest in der ersten halben Stunde." Ich vermute, der Punkte ging eindeutig an mich.



    "Ed!" Habe ich erwähnt, dass er das Talent hat zwei Buchstaben vorwurfsvoll klingen zu lassen? "Du bist schrecklich!"



    "Dann können wir jetzt ja gehen, nicht wahr?" Er schnappte nach Luft und ich hielt es für eine brillante Idee mit gutem Beispiel voranzugehen.


  2. Die folgenden 2 Benutzer bedanken sich bei Laska für diesen Beitrag:

    Kuschi (24.04.2018), Skutlasdoettrir (25.04.2018)




  3. #92
    Sims Kenner
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    Es dauert nicht lange und er hatte mich eingeholt. "Jou?" - "Hhm?" - "Diese Sache mit dem Schachspiel, die sollten wir nicht aus den Augen verlieren." - "Oh, okay." Erneut zu atemlos.



    "Ed?" - "Hhm?" Ich hoffe sehr, ich gewöhne mir diese Unart nicht auch noch an. "Und ... das Angeln ... das auch?" Nur mit Mühe konnte ich meine Begeisterung zügeln: "Unbedingt!"



    "Dann bist Du nicht sauer auf mich?" - "Nein." - "Abgeschreckt?" - "Hhm." Die Finger in meiner Hand zuckten leicht, daher drückte ich sie kurz beruhigend.



    Ich hätte sie festhalten sollen, denn er blieb stehen und lieferte mir eine weitere Variante: "Ed." Diesmal eindeutig mahnend. "Nun, das kommt darauf an, nicht wahr."



    "Worauf?" - "Wie Du sonst so drauf bist."



    Ich befürchte, er hatte mich längt durchschaut. "Ohne den ganzen Stress."



    Unglücklicherweise lag ich völlig richtig. "Hhm, lass mich mal überlegen. So wie bei Dir zuhause? Nicht ganz."



    "Ich habe es: Neulich im Möbelhaus. Keine Panik, kein Stress, das war mein wahres ich."



    "Du wolltest mich gar nicht wieder gehen lassen. Erinnerst Du Dich? Du hast mich sogar noch auf einen Kaffee eingeladen. Das hat Dir so richtig gut gefallen, habe ich nicht recht?"



    Womit habe ich das verdient? Ich bin mir nicht sicher, sprach ich es laut aus? Oder dachte ich es nur? Tatsache ist, ich habe umgehend das Weite gesucht.



    "Du kannst es ruhig zugeben, Eddie." Den Teufel würde ich tun. Wie aufs Stichwort erinnerte ich mich an ein Versprechen, welches ich noch einlösen musste. Ich zückte mein Handy.



    "Was wird das?" - "Ein Beweisfoto, für meine Schwester." - "Ein Beweis? Wofür?" So neugierig. "Das Du überlebt hast."



    Ich versuchte eine andere Pose: "Hhm, vielleicht lasse ich sie auch noch etwas im Unklaren." Er verdrehte die Augen und ich ging weiter.



    "Ich möchte auch eins." - "Warum?" - "Nur so." - "Ein äußerst gutes Argument", befand ich.



    Da mein blog auch versorgte werden wollte, blieb es nicht dabei.



    Nun, irgendwann hatten wir tatsächlich ausreichend Fotos gemacht. "Taxi?", fragte ich und bekam die Frage prompt zurück.



    Ich deutete dies als Zustimmung und tätigte den nötigen Anruf. "Du willst nicht nochmal rein?" Ich war, gelinde gesagt, äußerst überrascht.: "Für wie unsensibel hältst Du mich eigentlich?" - "Ed, ich..."



    "... gar nicht", vervollständigte er seinen Satz. Ich war und bin erstaunt, wie schnell Verärgerung sich in Wohlgefallen auflösen kann. "Danke für alles", nuschelte er an meinem Ohr, "Deine Geduld, Dein Verständins..." Ich unterbrach ihn mit einem herzlichen: "Immer wieder gern."



    Wenn ich das jetzt so lese, hätte ich auch sagen können: Es war mir ein Vergnügen.



    Ich sinnierte noch eine Weile noch eine Weile über den Abend. Und da ich zuversichtlich bin, dass sich für sein Problem eine Lösung finden lassen wird, gehe ich nun zu Bett.



    > Ich entschuldige mich bei meinen Lesern für diese ungewöhnlich lange Ausführung eines einzelnen Abends. Es geschah auf den ausdrücklichen Wunsch einer absolut neugierigen jungen Dame.

    Ich hoffe, Du bist zufrieden, Eve? <

  4. Die folgenden 3 Benutzer bedanken sich bei Laska für diesen Beitrag:

    Kuschi (24.04.2018), Silmeria (01.05.2018), Skutlasdoettrir (25.04.2018)

  5. #93
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    He meine liebe Laska,
    ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht dazu gekommen bin, deine Story weiter zu verfolgen.
    Aber ich weiss, dass auch diese Story sicher der Knaller ist, lach und ich wollte nur, dass Du weisst, dass ich mich trotzdem für Deine Story / Storys interessiere.
    Also gelobe ich Besserung und bin froh, dass Du diese Story weiter führst.
    Wenn ich mich hier "durchgearbeitet" habe, melde ich mich wieder.
    Bis dahin knuddelige Grüße von Kuschi.

  6. Der folgende Benutzer bedankt sich bei Kuschi für diesen Beitrag:

    Laska (06.05.2018)

  7. #94
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    Hallo Laska,
    Ich glaube ich muss mir die Story nochmal von Anfang an durchlesen. In den letzten Kapiteln hast du mich leider komplett verloren.
    Irgendwie steige ich da in dieser Eddie und Jou Geschichte null durch.
    Deshalb mach ich jetzt auch winke winke und lese mich noch einmal durch die Geschichte durch. Ich denke dann werde ich dir auch ein genaueres Kommie da lassen.


    Edit: So jetzt habe ich alles nochmal gelesen und komme wieder mit. Ed und Jou sind mir ja schon zwei. Ich hoffe doch das die beiden noch zu einander finden werden ?! Da scheint sich ja was anzubahnen.
    Geändert von Skutlasdoettrir (25.04.2018 um 16:55 Uhr)

  8. Der folgende Benutzer bedankt sich bei Skutlasdoettrir für diesen Beitrag:

    Kuschi (26.04.2018)

  9. #95
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    Zitat Zitat von Kuschi Beitrag anzeigen
    He meine liebe Laska,
    ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nicht dazu gekommen bin, deine Story weiter zu verfolgen.
    ... das de Dir nich schämst Nene, alles gut, meine Liebe, ich weiß ja wies gemeint ist. Minitipp am Rande: Lotta steht quasi in den Startlöchern...

    Zitat Zitat von Skutlasdoettrir Beitrag anzeigen
    Edit: So jetzt habe ich alles nochmal gelesen und komme wieder mit. Ed und Jou sind mir ja schon zwei. Ich hoffe doch das die beiden noch zu einander finden werden ?! Da scheint sich ja was anzubahnen.
    Wow Lieben Dank, dass Du Dir dafür die Zeit genommen hast, ich bin fast sprachlos, dafür aber richtig begeistert
    Eds Kapitel werden wieder kürzer und hoffentlich gleichzeitig übersichtlicher.

    Liebe Grüße an Euch beide
    Laska

  10. Der folgende Benutzer bedankt sich bei Laska für diesen Beitrag:

    Kuschi (07.05.2018)

  11. #96
    Sims Kenner
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    Ich war nicht sonderlich ausgeruht nach dieser erneut zu kurzen Nacht. Wenn, wenigstens der Anlass für meinen Schlafmangel erfreulicher wäre. Nun ja, nichtsdestotrotz quälte ich mich aus dem Bett und ins Bad.



    Recht unvermittelt erinnerte ich mich an Charlottes Nachrichten vom Vorabend. Ich las sie, sie enthielten neben den üblichen Mahnungen bezüglich meiner aktuellen Aufgabe, auch ein paar Fragen zu meinem geplanten Anbau.



    Da mir dieser wichtiger denn je erschien, rief ich sie umgehend an: Sie nahm nach dem 7. Rufzeichen ab: "Hase?" - "Guten Morgen, Charlotte." - "Isses schon zehn?" - "Nein", gab ich zu und ahnte bereits, was folgen würde. "Warte", sie gähnte herzhaft und es klang, als würde sie sich aus den Kissen wühlen. Ich lauschte ungefähr 1 Minute ihren regelmäßigen Atemzügen. "Lotta?" Die Frage hätte ich mir sparen können.



    Ich begab mich unter die Dusche und war gerade im Begriff mein Jackett überzustreifen, als sie zurück rief. Ohne hinzusehen, griff ich nach meinem Handy, entriegelte es und stellte fest, ich hatte mich geirrt: "Ich wusste es, ich wusste es, ich wuuuusste es!"



    Ich konnte sie förmlich vor mir sehen. Auf den Füssen wippend, mit glänzenden Augen und einem breiten Lächeln im Gesicht. "Guten Morgen, Eve." - "Guten Morgen, Teddy." Gelang ihr dieser Teil des Satzes noch halbwegs höflich, war ihr bei dem folgenden der Triumph wieder deutlich anzuhören: "Endlich, endlich hat es Dich auch erwischt." - "Ich weiß nicht, wovon Du sprichst", ich gab mich betont gelassen.



    "TED!" Pure Entrüstung. "Wo bist Du?" Eine überflüssige Frage meinerseits, denn der Hall ihrer Stimme verriet den Ort ihres Aufenthalts. "In der Mädchentoilette. Leugnen ist wirklich zwecklos, Teddy. Oh, ich freue mich so sehr. Ich hoffe, ich habe Gelegenheit ihn kennenzulernen. Wann seht ihr Euch wieder?", sprudelte es aus ihr heraus.



    "Wir haben noch nichts ausgemacht", gab ich widerwillig zu. "Du solltest das schleunigst nachholen." Mit all der Selbstgefälligkeit die eine 17-Jährige aufbringen kann. "Und Du", erwiderte ich gespielt streng, "solltest längst im Unterricht sein."



    "Edward Jebediah Willoughby." Normalerweise unterbrach ich sie spätestens beim 'Jeb', diesmal ließ ich sie aussprechen. Sie stutzte kurz, dann appellierte sie an mein Mitgefühl: "Er sitzt bestimmt zu Hause und starrt sein Handy an." Ich seufzte leise. "Du auch?" Ich blieb die Antwort schuldig. "Oje, so schlimm?" - "Hhm." Ihr Mitgefühl schwang sofort wieder um: "Wehe Du wartest drei Tage, Ted. Das ist ..."



    Ich hörte wie eine Tür aufging und die undeutliche Stimme einer älteren Frau. Unwillkürlich hielt ich die Luft an und lauschte. "Ich bin hier, Ms Snider. Meine Mensis. Völlig unvorbereitet." Es entstand eine kurze Pause. "Oh, ich wäre Ihnen sehr verbunden, Ms Snider." Die Dankbarkeit in ihrer Stimme war echt, wenn auch wohl nur aus dem Grunde, da die Dame sich wieder entfernte.



    "Vergiss das Kreuz im Kalender nicht", riet ich ihr schmunzelnd. Sie schimpfte leise und wenig damenhaft. Ich beendete das Gespräch bevor wir, respektive sie, doch noch ertappt wurden. Schickte ihr jedoch noch ein 'ich liebe Dich' per sms und erhielt umgehend ein 'dito' zurück.



    Ich kam nicht umhin sie für ihre Schlagfertigkeit einmal mehr zu bewundern. Wie oft hatte sie mich dadurch vor Ungemach bewahrt? Meine Gedanken schweiften in die Vergangenheit und mir wurde schmerzlich bewusst wie sehr ich ihre Gesellschaft vermisste. Das Hupen des Taxis riss mich aus meinen Gedanken, zurück in die Gegenwart und auf den Weg zur Arbeit.



    Es folgte ein typischer Samstag in der Galerie. Viele Besucher und hektisches Treiben hinter den Kulissen. Ich war froh, als ich es überstanden hatte und freute mich auf einen geruhsamen Feierabend. Doch es sollte anders kommen.



    Wir plauderten ein wenig, dann kam Charlotte zum Kern ihres Besuchs: Mein Um- bzw. Anbau. Sie hatte mehrere konkrete Vorschläge und recht schnell kamen wir überein, dass es das Beste wäre die Angelegenheit vor Ort zu besprechen.



    Bevor wir zu mir fuhren aßen wir eine Kleinigkeit, nun ja, sie aß, ich erläuterte ihr meine Vorstellungen.



    Ich muss sagen, sie war wie immer sehr gut vorbereitet. Auf der Fahrt zu mir besprachen wir die notwendigen Neuanschaffungen und recht zügig einigten wir uns auf eine ihrer Ideen. Wobei ich anmerken möchte, dass ich erhebliche Zweifel hatte/habe, ob sich diese über Nacht tatsächlich umsetzen lassen.



    Sie jedoch zückte frohen Mutes ihr Handy und ich kam in den Genuss einer erstaunlichen Demonstration ihres Organisation- und Verhandlungsgeschicks. Nach nicht einmal einer Stunde hatte sie Dank ihrer vielfältigen Kontakte alles unter Dach und Fach und verkündete: "Dat wars."



    Im Anschluss daran strahlte sie mich plötzlich an und gratulierte sie mir zum Erreichen meiner Zielvorgabe*. Ich gestehe, ich war etwas überrascht, denn an die Erledigung derselben hatte ich den letzten Tagen keinen Gedanken mehr verschwendet. Sie war jedoch der Meinung ich hätte meine Aufgabe, zwar spät, doch mit Bravour gelöst.



    Nun ja, wie käme ich dazu ihr zu widersprechen. Ihr nächstes Anliegen bereitete mir etwas mehr Kopfzerbrechen, denn sie bestand darauf, dass ich den morgigen Tag außer Haus verbrachte. Um den Handwerken nicht vor den Füßen zu stehen, wie sie sich auszudrücken beliebte.



    Naturgemäß sah ich das etwas anders, doch sie ließ sich auf keinerlei Diskussion ein. Schüttelte kurzer Hand einen weiteren Vorschlag aus dem Ärmel und nötigte mich ad hoc dazu ein adäquates Arrangement für meinen freien Tag zu treffen.



    Immerhin hatte sie zum Abschied noch einige aufmunternde Worte für mich.



    Bis zum Eintreffen ihres Taxis (ich konnte unmöglich zulassen, dass sie in ihrem Zustand die Bahn nahm) plauderten wir ungezwungen. "Gucke mal, da plumpsen Leuts aus 'nem Ufo", sagte sie unvermittelt, zückte ihr Handy und machte ein Foto über meine Schulter hinweg. Ich war, gelinde gesagt, verblüfft.



    Sie zog mich an ihre Seite und ich muss zugeben, dass es tatsächlich so aussah. Obschon es sich selbstverständlich nur um entfernte Vögel handelte, die den Schein einer der Straßenlaternen kreuzten.



    Nun ja, kurz darauf erschien ihr Wagen, ich wünschte ihr alles Gute für den bevorstehenden Mutterschutz und wir verabschiedeten uns herzlich voneinander.



    Ich gestehe, dass mir nur allmählich bewusst wurde auf was ich mich eingelassen hatte.



    ----


    * Ich fand den Screen auf dem Jou Ed ärmelt irgendwie schöner für die Story. Daher an dieser Stelle der ordentliche Beweis für die Erfüllung der 3. Aufgabe.



  12. Die folgenden 2 Benutzer bedanken sich bei Laska für diesen Beitrag:

    Kuschi (07.05.2018), Silmeria (13.05.2018)

  13. #97
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    yaaay damit hast du auch die dritte aufgabe geschafft
    Ich liebe jou und Eddi immer noch voll <33
    Und die lotta ist immer noch schwanger XD
    Wie bekommst du es hin das sie sooooo lange schwanger ist ? XDD
    Meine Story
    http://www.sims4ever.de/sims-4-stories/1707-i-d-trade-all-my-tomorrows-just-one-yesterday.html#post28458

  14. Die folgenden 2 Benutzer bedanken sich bei Silmeria für diesen Beitrag:

    Kuschi (13.05.2018), Laska (14.05.2018)

  15. #98
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    Hi Sil,

    ich bin Dir so dankbar, dass kein 'endlich' in deinem Kommi auftaucht

    Wie gesagt, ich mag die Zwei auch (wie man gemerkt hat und bestimmt noch merken wird ) öhm über Gebühr gern. Aufgabe drei fehlt noch der Sonntag, Teil 1 kommt heute, der Rest wohl eher morgen/übermorgen. Danach ist fest eingeplant mich wieder kürzer zu fassen.

    Zu Lotta: Eigentlich sollte sie friedlich bei eingeschalteter Nicht-Alterung für ungespielte Sims in seinem Spielstand vor sich hin leben. Nur leider funktioniert es nicht während einer Schwangerschaft. Also habe ich recht früh schon die Spielstände getrennt und Lotta neulich nur kurz aus der Galerie geholt und in seine Nachbarschaft gestopft. Das funkt ganz gut, da die zwei sich einigermaßen gut verstehen, danach musste sie aber sofort wieder gehen

    Danke und liebe Grüße
    Laska

  16. Die folgenden 2 Benutzer bedanken sich bei Laska für diesen Beitrag:

    Kuschi (16.05.2018), Silmeria (15.05.2018)

  17. #99
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    Bedenkt man, mit welch Eile dies Rendezvous zustande kam, so ist es sicherlich nicht weiter verwunderlich, dass sich Furcht und Vorfreude die Waage hielten, als ich mich auf den Weg machte.



    Getreu der gestrigen Absprache hielt ich das Ziel unseres Ausflugs bis zum Schluss geheim. Und auch nach unserem Eintreffen hielt ich mich weiterhin bedeckt. Obschon, dies möchte anmerken, es nicht leicht für mich war, denn Jou entpuppte sich als äußerst neugierig und ließ nichts aus um mir doch noch nähere Informationen zu entlocken.



    Im Grunde genommen ist es ein Wunder, dass wir trotz der anhaltenden Diskussion pünktlich zur Abfahrt des Ausflugsdampfers am Pier eintrafen.



    Die Überfahrt war angenehm, nicht über Gebühr lang und schlussendlich ergab Jou sich in sein Schicksal, wie er es auszudrücken beliebte.



    Ich gestehe, ich hatte einige Bedenken bezüglich der Location gehegt, doch Charlotte sollte recht behalten. Der Besucheransturm hielt sich in überschaubaren Grenzen und dies, obwohl es Sonntag war.



    Wir gingen ein wenig spazieren, stellten fest, dass wir beide auf das Frühstück verzichtete hatten und nutzten die nächste sich bietende Gelegenheit um für Abhilfe unseres Hungers zu sorgen. Was soll ich sagen, auch dies Unterfangen ging nicht gänzlich ohne Diskussion vonstatten.



    Diesmal ließ ich mir das Zepter, respektive die Grillzange, jedoch nicht aus der Hand nehmen. Wer nun der Meinung ist, damit wäre ich einem weiteren Vortrag Jous über das Grillen im Allgemeinen oder der Zubereitung von Hamburgern im Speziellen entgangen, der irrt.



    Ich hielt mich peinlichst genau an seine Anweisungen und doch kann ich nicht behaupten, dass mir ein Gaumenschmaus gelang. Nun ja, zumindest ein dankbarer Abnehmer war schnell gefunden.



    Wir setzten die Erkundung der kleinen Insel fort und ich konnte in einem unbeobachteten Moment tatsächlich einen weiteren Coup landen. Ich erstand sämtliche Karten für die nächste Turmbesteigung und so hatten wir die Plattform für uns alleine.



    Natürlich blieb Jou dies nicht verborgen und so kam er mir nicht nur auf die Schliche, sondern zwang mich auch zu einem kleinen Geständnis. Ich berichtete von den Baumaßen und ließ auch Charlottes Anteil an diesem Unterfangen nicht außen vor.



    Ich betonte jedoch, dass es mein Hauptanliegen gewesen war, einen Ort zu finden an dem er überwiegend frei von seinen Ängsten sein würde, denn nichts läge mir näher am Herzen, als dass er diesen Tag unbeschwert genießen könnte.



    Er war sichtlich gerührt und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich ähnliche Gefühle hegte.



    Schnell kamen wir überein sowohl Charlotte, als auch Eve (sein Vorschlag) einen kleinen Gruß zu schicken.



    Die restliche Zeit (wir hatten knapp zwei Stunden) nutzten wir für ein ausgiebiges Gespräch, in dem wir die verschiedensten Themen streiften.



    Zwangsläufig kamen wir auch zurück auf unser Gespräch von neulich Abend, diesmal verlief es jedoch in deutlich entspannter. Nun ja, ich sollte vielleicht nicht verhehlen, dass mich leise Bedenken beschlichen je mehr Einblicke ich in die Tiefen seiner Psyche erhielt.



    So einfach wie ich mir bisher die Überwindung seiner Probleme vorgestellte hatte, würde es wohl nicht werden. Jou hingegen schien sichtlich gestärkt und deutlich selbstbewusster aus diesem Gespräch hervorzugehen.



    Ganz los ließ mich das Thema dennoch nicht und da er jede Frage zu meinem besseren Verständnis bereitwillig beantwortete, bin ich leider nicht in der Lage viel über unseren Besuch des hiesigen Museums zu berichten.



    Die Zeit bis zur Abfahrt des Dampfers verging wie im Flug, denn wir verbrachten sie in einem munteren Wechselspiel aus eher allgemeinen Fragen und Antworten bezüglich unseres bisherigen Werdegangs.



    Zurück auf dem Festland bummelten wir zunächst ziellos durch die Hafenanlagen, entschieden uns dann jedoch spontan in eine der Gaststätten einzukehren. Wir mussten ein wenig auf einen freien Tisch warten, doch auch dabei wurde uns die Zeit nicht lang.



    Wie die Auswahl unserer Speisen offenbarte, hegen wir beide eine Vorliebe für frische Meeresfrüchte. Wir versuchten weitere Gemeinsamkeiten zu finden, doch der Erfolg blieb uns weitgehend versagt. Unserer guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.



    Jous Charme und sein spezieller Humor blitzten immer häufiger auf, sodass ich es aufrichtig bedauerte, als sich unser Mahl und somit auch dieser Ausflug dem Ende zu neigte.



    Nur zu gerne folgte ich ihm daher, als er seine Schritte in Richtung Promenade lenkte. "Nett hier", verkündete er trocken. "Oh ja", bestätigte ich leise und blieb unwillkürlich stehen.



    Das leise Plätschern der Wellen unter unseren Füßen, die typischen Geräusch der vor Anger liegenden Boote, das nahe Zirpen der Grillen, ein Frosch der in der Ferne quakte, der salzige Geruch des Meeres, die satte Wärme des Tages, die wie eine Glocke über allem schwebte und nur ab und zu von einer leichten Brise unterbrochen wurde, die uns sanft streifte und bereits den kühlen Hauch der Nacht in sich trug. All dies vermengte sich zu einer einzigartig betörenden Atmosphäre, die mich im Nu gefangen nahm.



    Ich bemerkte wohl, dass er mich musterte, doch selbst sein knappes: "Du träumst", brachte mich nicht schnell genug zurück in die Wirklichkeit. "Es ist wirklich zauberhaft", murmelte ich. "Hhm", er zog es genüsslich in die Länge. Ich hätte gewarnt sein müssen, doch leider war ich es nicht.



    "Wer hätte das gedacht", sein Boxschlag traf mich unvermittelt und recht hart. "Was", stöhnte ich und bin mir selbst nicht sicher, ob es nur ein Ausruf des Erschreckens oder doch eine Frage war.



    "Sag bloß, Du stehst auf diesen Romantikkram." Ich konnte es schlecht abstreiten, also gab ich es unumwunden zu.



    "Oh Gott", stöhnte er. "Dann willst Du bestimmt auch noch ein Foto?" Es klang dermaßen übertrieben abgetörnt, dass ich mir ein Lachen nicht verkneifen konnte. Genickt habe ich selbstverständlich trotzdem.



    Er nuschelte: "Mir bleibt auch nichts erspart." Zog mich dabei jedoch bereits an seine Seite. "Wir haben ja auch erst 34", nölte er und hob das Handy. Ich korrigierte ihn nicht.



    "Und jetzt?" Ich ließ ihn los und ging etwas auf Abstand: "Jetzt fahren wir nach Hause." - "Zu mir oder zu Dir?" Ich hob mein Handy und grinste ihn an: "Was immer Du willst." - "Hhm."



    Allzu viel Zeit nahm seine Entscheidungsfindung allerdings nicht in Anspruch, immerhin war er ebenso gespannt auf meinen Anbau, wie ich.


  18. Der folgende Benutzer bedankt sich bei Laska für diesen Beitrag:

    Kuschi (16.05.2018)

 

 
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