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  1. #171
    Sims Kenner
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    Zuerst einmal, ich liebe deine Geschichte und lese sie wirklich mit großem Interesse, auch wenn die Handlungen deiner Charaktere nicht immer auf mein Verständnis stoßen. Vielleicht macht aber auch gerade das die Unvorhersehbarkeit und Spannung deiner Story aus? Ich bin so gespannt, wie sich Edwards Zukunft gestalten wird, denn zur Zeit ist die Situation ja so offen und unmöglich einzuschätzen, dass ich nicht mal zu spekulieren wage. Ich wünsche mir einfach, dass er irgendwann einmal ein wenig glücklich und frei sein wird.

    Nun zur derzeitigen Handlung, ich muss dir leider gestehen, Mareike wird mir von Kapitel zu Kapitel unsympathischer. Ist sie denn Edwards Gouvernante? Wozu ist er von zuhause weggegangen, wenn er nun an seinem neuen Wohnort ebenso bevormundet wird? Reiß dich zusammen, Edward!

    What would Jane do?
    Die wäre längst über alle Berge und würde, unter einem falschen Namen, als Lehrerin einer Mädchenschule arbeiten.




  2. #172
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    Hmmm... Ich glaube ich habe die alten Kapitel nicht mehr im. Kopf.... Weiß mareike von jou und Ed? Falls ja war das ziemlich fies von ihr ihn einfach einzuladen...
    Aber!!! Ich LIEBE eve!! Die müssen wir mal live und in Farbe kennenlernen :>
    Meine Story
    http://www.sims4ever.de/sims-4-stories/1707-i-d-trade-all-my-tomorrows-just-one-yesterday.html#post28458

  3. #173
    Sims Kenner
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    Die liebe Eve war doch gerade zu Besuch oder woher meinst Du, hat Edward seine Entchenhosen?

  4. #174
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    Zitat Zitat von Thomaline Beitrag anzeigen
    What would Jane do?
    Die wäre längst über alle Berge und würde, unter einem falschen Namen, als Lehrerin einer Mädchenschule arbeiten.
    omg, das war ihr schlimmster Alptraum!

  5. #175
    Super Sims
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    Soviel zum Thema Hektor und Paris. Nun, zu meiner Verteidigung könnte ich vorbringen, dass die beiden derart vertieft in ihr Spiel waren, dass sie mein Erscheinen nicht einmal bemerkten und ich es vorzog sie nicht durch irgendwelche Faxen aus ihrer Konzentration zu reißen. Außerdem war das Buch wirklich gut geschrieben. Darüber hinaus entdeckte ich tatsächlich einige Parallelen zwischen dem Paar im Buch und Jou und mir.

    Mit dem schwindenden Tageslicht verblassten auch meine Bedenken. Wenn Jou sich in die Höhle des Löwen wagen konnte, dann würde ich es wohl fertigbringen meinem Mr Darcy die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.



    Entschlossen klappte ich das Buch zu. Schließlich hatte ich den Knigge nicht umsonst verinnerlicht. Oder doch?



    Mareike rettete mich, sozusagen, denn als ich kommentarlos (mir wollte einfach keine passende Gesprächseröffnung einfallen) das Buch ins Regal schob, da unterbrach sie Stille mit der Frage: "Jou, würdest Du gern zum Essen bleiben?" Ich hielt die Luft an. "Wenn es keine Umstände macht." - "Edward?", richtete Mareike das Wort an mich. Ich war mit zwei Schritten bei ihr. "Würde es Dir große Umstände bereiten für uns zu kochen?"



    "Nein, doch Jou ist kein großer Fan meiner Kochkünste", gab ich zu bedenken. "Ich habe gehört, dass Du Dich inzwischen enorm gemausert hast." Es war unmöglich ihn nicht anzulächeln: "Dann sehr gern. Chili?" Ich betete förmlich für ein 'ja', denn andernfalls wäre ich ziemlich aufgeschmissen gewesen.



    Mein Vorschlag wurde angenommen und ich begann umgehend damit ihn in die Tat umzusetzen. Vorsichtshalber in der mir am besten bekannten Partymenge. Aufgewärmt schmeckt es ja auch viel besser. Kein guter Gedanke in dem Moment, wenn ich es recht überlege.



    Ich kann nicht sagen, wie oft ich es probiert habe, bis ich gänzlich mit mir zufrieden und bereit war die beiden zu Tisch zu bitten. Meine Zweifel lösten sich jedoch in Wohlgefallen auf, denn beiden mundete es vorzüglich, jedenfalls gaben sie das kund.



    Ich begann mich zu entspannen und griff nach meinem Löffel. "So ist's gut, Jung. Lang nur kräftig zu." Hätte ich den Löffel bereits in der Hand gehalten, wäre er mir bei dieser Bemerkung sicherlich entglitten. "Mareike, bitte", sagte ich leicht gequält. "Ich bin kein kleines Kind, dem man jeden Bissen vorzählen muss."



    Sie schaute auffordernd von mir zu meiner Schale. Sie wollte mich essen sehen? Nun, damit konnte ich dienen. Ich schaufelte mir den Mund voll und wäre beinahe erstickt, als sie sich an Jou wandte: "Er isst viel zu wenig. Wie ein Spatz. Weniger als ein Spatz."



    Jou schien nicht recht zu wissen, was er darauf erwidern sollte und so teilte sie ihm noch mit: "Ich mache mir wirklich Sorgen." Ich sah ihn an, rollte mit den Augen, als wollte ich sagen: 'Sie übertreibt maßlos', und behauptete: "Dazu besteht kein Anlass." - "Hhm", machte er. "Ja, das sagst Du so leicht dahin", jammerte sie.



    Um Jou dann noch wissen zu lassen: "Eve sorgt sich auch." - "Ach so?" Sein Interesse schien geweckt. Mein Kopf drehte sich in Zeitlupe zu ihr um: "Wer?" In einem Ton, als sei ich leicht begriffsstutzig: "Deine Schwester." - "Meine Schwester?" Ich betonte jede Silbe einzeln. "Eve, ja", Mareike sah mich irritiert an: "Wir haben telefoniert."



    "Wann?" - "Am Freitagnachmittag." - "Warum?" Nun wurde sie ungeduldig: "Du hast mir doch ihre Telef...." - "Für Notfälle", unterbrach ich sie. "Ja", sie nickte. Zu Jou gewandt: "Ich dachte mir, es wäre gut, wenn wir wenigstens einmal miteinander gesprochen hätten, bevor ich ihr eine Hiobsbotschaft überbringe." Jou war der Meinung, das klänge vernünftig.



    "Und weiter?" - "Sie fragte, wie es Dir geht. Ich sagte, der Junge isst nicht, er schläft nicht, er malt nicht, er... "



    "Genug!" - "Es gibt keinen Grund mich so anzufahren", vorwurfsvoll, eindeutig. "Damit ist wirklich nicht zu spaßen, Edward. Sie war sofort in großer Sorge um Dich", dies fast weinerlich. "Ach so?", mischte Jou sich erneut ein. Ich holte tief Luft, wandte mich ihm zu und sagte möglichst gelassen: "Eve ist ... etwas überempfindlich bei diesem Thema."



    "Essen?" - "Magersucht", schniefte Mareike. "Ich dachte, das bekommen nur Mädchen?" Ich hätte ihm mehr Verstand zugetraut, doch das spielte nun wirklich keine Rolle mehr. "Ich war der Quotenjunge", murmelte ich und seine Augen weiteten sich entsetzt. "Menschen sterben daran", Mareike schien in ihrer eigenen Horrorvorstellung gefangen zu sein. Herr in Himmel, betete ich still, gib mir Kraft.



    Er gab sie mir, in Form einer Hand, die sich unter mein Shirt schob und einem geflüsterten: "Eddie?" Wie elektrisiert sprang ich vom meinem Stuhl: "Hört mir gut zu ihr zwei: Es ist einige Jahre her. Es war schlimm, das gebe ich zu. Aber ich habe es überlebt." Ich legte eine Hand auf Mareikes Schulter und drückte sie kurz. "Doch das Letzte", ich sah bittend von einem zum anderen, "dass mir hilft es endgültig zu überwinden, sind betretene Mienen und die ständige Erinnerung daran." Beklemmendes Schweigen. Ich seufzte innerlich, rang mir ein Lächeln ab und bat: "Könntet ihr also, bitte, wieder zur Tagesordnung übergehen?" Jou sprach zuerst: "Das bekommen wir hin, nicht wahr?" Mareike sah ihn lange an, bevor sie vorsichtig nickte.



    "Wunderbar", stieß ich aus, drehte mich auf dem Absatz um und stürmte hinaus. Weit kam ich allerdings nicht. Nur bis zu dem kleinen Bach hinter meinem Haus. Es dauerte seine Zeit, bis meine innere Ruhe so weit wieder hergestellt war, dass ich 1 + 1 zusammenzählen konnte. Eve. Ich konnte ihr nicht einmal böse sein.

    Wie könnte ich jemals ihren Blick vergessen. Ihre Bestürzung.



    Ihre Angst. So groß, dass sie mich quasi keine Sekunde mehr aus den Augen ließ.



    Johann…
    Geändert von Laska (21.05.2020 um 18:13 Uhr)

  6. #176
    Super Sims
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    Ich kniff die Lider zusammen, wann lernte ich endlich, das dies nicht half? Ich schüttelte frustriert den Kopf. Irgendwann musste ich ja zurück. Warum dann nicht gleich? Ich drückte mich von dem kalten Felsen ab, gegen den ich mich gelehnt hatte und ging los. Meine insgeheime Hoffnung, dass die beiden ihr Treffen vielleicht bereits beendet hatten, zerschlug sich leider. Ein kritischer Moment.



    Sprachen sie über mich? Musste ich mich schämen, für meinen Auftritt vorhin? Nein, stellte ich überrascht fest. War die Therapie also doch nicht ganz umsonst gewesen. Eine Erkenntnis, die mich fast zum Schmunzeln brachte.



    Ich fing Mareikes Blick auf. Unsicherheit flackerte darin. Sie hatte sich verleiten lassen. Anstecken lassen von Eves Angst. Wer konnte es ihr verdenken? Ich nicht. Mein Herz lächelte, also lächelte auch ich. Sie blinzelte. Nicht weinen, bitte nicht weinen. Jou warf einen Blick über die Schulter und ich trat ein. "Sei wachsam, Jou. Sie mogelt wenn Du nicht aufpasst." Mareike lachte, etwas zu laut, doch befreit. Jou sah mich aus großen Augen ungläubig an.



    Es war nicht annähernd so schwer, wie ich befürchtet hatte. Sie nahmen ihr Spiel wieder auf, ich ließ mich auf der Couch nieder. Jou war gut, sie musste teilweise sehr lange überlegen. Bei mir passierte ihr das nie.



    Mein Handy summte. Beim Blick aufs Display fiel mir auf, es war kaum 22 Uhr, es fühlte sich viel später an. "Hi, Hase, schläfste schon?" Ich verneinte lachend und erkundigte mich ob das Baby schon da sei. "Nee", stöhnte sie, "dauert noch was. Du, Hase, sage mal kannsch Dich um 'nen Gefallen bitten?" - "Immer." - "Weisste, ich hab da son Haus geerbt, in Brindleton. Könnste da ma gucken ob dat noch steht?" Eine mehr als ungewöhnliche Bitte, aber ich hakte nicht weiter nach: "Gern." - "Oh man, du bist echt Bombe, weisste, ich komm grad echt zu nix hier. Grande Katatstrophe, echt jetz. Adresse schicksch Dir, find die grad nicht, manmanman, hier siehts aus. Eilt och nicht, Hase, machste wennde Bock hast, ja? Bussi, Du, muss pinkeln, die tritt mir imma inne Blase wennsch das grad überhaupt nich brauchen kann. Bistn Schatz, Hase, weisste, ne?" Weg war sie.



    Zwei Augenpaare starrten mich fragend an. "Das war Lotta, sie möchte, dass ich für sie nach Brindleton fahre und mir ein Haus anschaue." - "Brindleton? Da wäre ich auch gern mal wieder", murmelte Jou und tauschte zwei Steine aus, da ich Mareike die Antwort nach der Frage, ob das Baby schon da sei, zunächst schuldig blieb.



    "Noch nicht", antworte ich endlich. Rückte etwas näher und vermutete stark, dass Jou mit seinem Coup davon kommen würde. "Irgendwas ist hier doch im Busche", murmelte Mareike und wandte sich wieder dem Spielbrett zu. Um gleich darauf auszurufen: "Du Frechdachs!"



    Jou setzte sein Pokerface auf: "Ich weiß nicht was Du meinst." Sie setzte einen Stein um.



    Er riss die Augen auf. Ich erhob mich um besser sehen zu können. "In welchem Team spielst Du eigentlich?", fuhr Mareike mich spielerisch an. "Ich hab ein Herz für Loser", erwiderte ich gedankenlos, in dem Moment, in dem Jou seinen König umstieß.



    "Dann tauschen wir am besten die Plätze", Mareike stand auf und ich war nicht geistesgegenwärtig genug um ihren Platz nicht einzunehmen.



    Kaum das ich saß, verabschiedete sie sich: "Gute Nacht Ihr Rabauken." Jou sah mir in die Augen und lächelte: "Lust auf ein Spiel?" Wer bist Du und was hast Du mit Jou gemacht? Die Frage drängte sich mir förmlich auf. Für gewöhnlich bekam ich sie von Eve gestellt.



    "Nein." Viel zu spät brach ich den Blickkontakt ab und stand auf. Er erhob sich ebenfalls. Ich deutete mit der Hand an, dass ich ihm den Vortritt ließ und folgte ihm. "Wow." Er betrat mein Atelier. "Das ist", er berührte sein Konterfei vorsichtig mit einem Finger, ließ die Hand wieder fallen und staunte: "Kein Foto."



    "Das hast Du Dir immer gewünscht", er drehte sich um und strahlte mich an. Er schien sich ehrlich zu freuen. Ich zog eine Augenbraue hoch. "Ein kleines Atelier, meine ich." Ich nickte nur.



    "Und da", sprach er hastig weiter und trat an mir vorbei. "Dein Büro? Darf ich?" Das hätte mir zu meinem Glück gerade noch gefehlt. "Mein Schlafzimmer", viel zu barsch. Er zuckte förmlich zusammen. "Es ist spät. Wenn Du nichts dagegen hast…"



    Ich ließ das Ende offen, er verstand mich auch so. Ein letzter Gruß, dann war es überstanden. Statt Erleichterung machte sich Enttäuschung in mir breit.



    "Ed?" Er riss er mich aus meinen Gedanken. "Bitte?" - "Bleibt das jetzt so?" Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu. "Ich weiß nicht, was…" Er unterbrach mich aufgebracht: "Gehen wir jetzt immer so miteinander um?"



    "Falls ich unhöflich war..." - "Nein", er schraubte das Wort fast bis zum Himmel. "Nein, warst Du nicht. Du bist so höflich, wie immer." Da war er ja wieder! "Nun, dann." Er rang nach Atem, hielt denselben kurz an und erlangte seine Beherrschung zurück: "Könntest Du bitte damit aufhören?" Bewundernswert.



    Doch leider: "Nein." - "Und warum nicht?" - "Weil Du Deine Unschuld bestimmt nicht an meinem Briefkasten verlieren möchtest."



    "Und wenn doch?" Gut gebrüllt, kleiner Löwe.




    "Was, wenn doch?" Ich hatte die Worte: 'Du weißt nicht wo von Du sprichst', schon auf der Zunge. Nur die Angst, vor einem weiteren 'wenn doch' verhinderte, dass sie über meine Lippen kamen.



    "Gute Nacht, Jou." - "Eddie, bitte." Komm gut heim, fügte ich in Gedanken noch hinzu. Stehen bleiben konnte ich nicht.



    Ich hatte das Lächeln unter Tränen längst verlernt.

    Geändert von Laska (21.05.2020 um 11:30 Uhr)

  7. #177
    Sims Kenner
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    Zitat Zitat von Mareike
    Er isst viel zu wenig. Wie ein Spatz. Weniger als ein Spatz... Eve sorgt sich auch.
    Zitat Zitat von Mareike
    Ich sagte, der Junge isst nicht, er schläft nicht, er malt nicht, er...
    Zitat Zitat von Edward
    Genug!
    Zitat Zitat von Mareike
    Es gibt keinen Grund mich so anzufahren ... Damit ist wirklich nicht zu spaßen, Edward. Sie war sofort in großer Sorge um Dich ... Magersucht ...
    Oh mein Gott! Was für eine unglaublich demütigende Situation! Was will Mareike mit dieser Zurschaustellung vor Jou bewirken? Das er aus Mitleid und Fürsorglichkeit zu Edward zurückkehrt? Diese Frau behandelt Edward wie ein Kind und zwingt Jou in eine schreckliche Rolle. Außerdem drängt sie sich zwischen die Geschwister und bringt auch deren Beziehung in Gefahr; ok, daran trägt Eve natürlich eine Mitschuld, denn sie unterstützt das ja.

    Nach dem Lesen dieser zwei Kapitel, vermute ich ja, dass Edward unter einer argen Depression leidet:

    Zitat Zitat von Edward
    Ich hatte das Lächeln unter Tränen längst verlernt.
    Da braucht er doch Menschen, denen er vertrauen kann, die mit ihm reden und nicht über ihn und hinter seinem Rücken. Er braucht jemanden, der an ihn glaubt und ihn in seiner Resilienz stärkt. Er sollte mehr Kontakt zu Charlotte haben, die scheint mir bisher nicht so übergriffig zu sein, wie seine anderen 'Freunde'.

    ... und vielleicht verhilft sie ihm durch seinen Besuch in Brindleton sogar zum Fund eines Haustiers? Eine Tierfreundschaft könnte er jetzt tatsächlich gut brauchen, finde ich.

    Zitat Zitat von Edward
    Sprachen sie über mich? Musste ich mich schämen, für meinen Auftritt vorhin?
    Argh, Du muss dich für gar nichts schämen, Edward! Du solltest ihnen deinen Knigge leihen, der behindert dich sowieso nur.

    Wieder sehr einfühlsam geschrieben, Laska.

    PS: Jou ist mir in den letzten Kapiteln positiv aufgefallen. Er tritt selbstbewusster auf und kann besser über seine Gefühle sprechen. Wenn er sich jetzt nicht allzu sehr von Mareike einspannen läßt, sehe ich tatsächlich Hoffnung.
    Geändert von Thomaline (22.05.2020 um 11:08 Uhr)

  8. #178
    Super Sims
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    Noch in der Nacht hatte ich mit Eve telefoniert. Obschon sie eingestand, mit Mareike über meine Erkrankung gesprochen zu haben, schwor sie Stein und Bein Jou mit keinem Wort erwähnt zu haben. Sie weinte sie bitterlich, ob meines Mangels an Vertrauen.



    Wahrlich kein angenehmes Gespräch. Dennoch schlief ich tief und fest, erwachte zu einer zivilen Zeit und beschloss als Erstes die Umgestaltung meines Ateliers in Angriff zunehmen.



    Fand jedoch keinen rechten Anfang und starrte stattdessen auf die leere Leinwand auf meiner Staffelei. Obschon ich inzwischen davon überzeugt war, dass Eve mich nicht derart hintergehen würde, beschloss ich ihre Aussage zu verifizieren. Allerdings grauste mir vor einem klärenden Gespräch mit Mareike. Keine Frage, es musste geführt werden. Doch wie anfangen? Wie viel von damals würde ich preisgeben müssen, damit sie verstand?



    "Du malst ja wieder." Mareikes Stimme riss mich aus meinen Grübeleien. Tatsächlich, ich malte wieder. Ich warf ihr einen Blick zu. Sie sah unwohl aus. Rasch wandte ich meine Aufmerksamkeit wieder der Staffelei zu und versank in der Betrachtung meines halbfertigen Werkes.



    Es war nicht schlecht, nur sehr grün. Keine meiner bevorzugten Farben. "Schläft Jou noch?" - "Keine Ahnung", nuschelte ich unkonzentriert und erstarrte, als sie fragte: "Dann kann ich ins Bad?" Jou!
    "Er ist nicht hier, falls Du das meinst." - "Du hast ihn gehen lassen?" Gehen lassen, traf es nicht ganz, aber das war er nun wohl, der Gesprächsanfang.
    "Ja", beschied ich ihr knapp und entschied mich für den geraden Weg: "Ich möchte Dich bitten, in Zukunft sämtliche Interventionen in diese Richtung zu unterlassen." Ihr Blick drückte Unverständnis aus.
    Ich seufzte still. "Ich weiß wie überzeugend Eve sein kann und habe ihr, gestern Nacht noch, sehr deutlich klar gemacht, was ich von ihrer Einmischung halte."



    Der Schreck schien ihr in alle Knochen zu fahren, sodass ich etwas milder fortfuhr: "Ich mag Dich, sehr sogar und ich mag es, wenn Du mich bemutterst, aber ich werde nicht dulden, dass ihr euch in mein Liebesleben einmischt." Sie schien einen Moment zu brauchen um dies zu verdauen. "Du sprichst von Jou?" Ich nickte ungeduldig. "Sie hat ihn mit keinem Wort erwähnt." Gut zu wissen. Im Stillen leistete ich ihr erneut Abbitte. "Und ich auch nicht." Mein Kopf ruckte hoch: "Bitte?"



    Nun, um es kurzzumachen: Mareike war entsetzt, dass ich ihr so etwas zutrauen würde. Ja, Eve hatte meine Erkrankung erwähnt und ja, sie sei zu tiefst darüber erschrocken. Doch Jou, war nicht zur Sprache gekommen. Wie es dann zu der Einladung kommen konnte, verlangte ich zu wissen. Sie und Nora hätten ihn in der Bahn getroffen, er hätte gegrüßt und sich zu ihnen gesetzt. Sie kamen ins Gespräch und fanden heraus, dass sie das gleiche Ziel hatten. Sie erwähnte ich würde ebenfalls anwesend sein, worüber er sich sehr gefreut habe.



    Er erwähnte, dass er wüsste, dass ich bei ihr Schach-Unterricht genommen hätte, nur um mit ihm spielen zu können. (Beides hat seine Richtigkeit.) Damit waren sie beim Thema. Sie stimmten darin überein, dass es wenig Herausforderung im Ort gäbe und es kam zu einer wagen Verabredung. Auf der Rückfahrt brachte er das Thema erneut auf und schien regelrecht erpicht auf eine Einladung. Er schlug den Sonntag vor und da sie den Abend über den Eindruck gewonnen habe, wir hätten unsere Differenzen beigelegt, lud sie ihn ein.



    Blieb noch die Frage, wie es zu dem unseligen Tischgespräch kam. Nun, Jou war aufgefallen, dass ich erneut abgenommen hätte. Mein Gewicht würde zwar hin und wieder schwanken, berichtete er, doch so extrem hätte er es noch nicht erlebt. Nur zur Erinnerung: Es gab eine Zeit, da war ich ihm zu pummelig. Wie auch immer, sie verlieh ihrer Sorge Ausdruck, er versuchte sie zu beruhigen und hätte sogar überlegt mich einmal zum Essen einzuladen. Kurz um: Sie kam zu dem Schluss, er sei voll im Bilde und dies bestärkte ihre Angst um mich. Als ich kurz darauf erschien, kam sie auf den Gedanken in ihn zum Essen einzuladen. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt.



    Bleibt nur noch zu erwähnen, dass das 'zufällige finden und ausräumen' meiner Bilder, tatsächlich auf Eves Mist gewachsen war. Um mich zu motivieren, nun das war geglückt und erklärte darüber hinaus Mareikes merkwürdiges Verhalten. Alles in allem war es jedoch etwas zu viel auf einmal.



    "Ich weiß einfach nicht was ich davon halten soll", murmelte ich nach einer ganzen Weile. "Bittest Du mich grade um einen Rat?" Ich sah auf und lächelte schief. Sie sah mich lange an. "Du solltest es ihm sagen, Edward." - "Was?" - "Das er sich keine Hoffnung zu machen braucht." - "Und wenn doch?"



    "Wenn doch", sinnierte sie. "Wenn doch, solltest Du vielleicht den ersten Stein aus Deiner Mauer ziehen." - "Hhm." Sie hob bedauernd die Schultern, als wolle sie sagen: Du hast gefragt. Dann rutschte sie langsam von ihrem Stuhl und überließ mich meinen Gedankenspielereien.



    Mir war durchaus bewusst, dass ich 'mauerte' und auch weshalb ich es tat. Die Frage war doch viel eher: Warum kämpfte er so sehr? Es gab nur eine Lösung es heraus zu finden. Ich zückte mein Handy. Ob Jou zu sprechen sei, fiel ich etwas überrumpelt und ohne meinen Namen zu nennen mit der Tür ins Haus, als Pawati sich an seinem Handy meldete.



    "Im Moment nicht", erfuhr ich und wurde direkt gefragt, worum es denn ginge. Ich erwähnte Brindleton und das ich vor hätte dort hinzufahren. Weiter kam ich nicht. "Warte", beschied sie mir, um im nächsten Moment dermaßen laut seinen Namen zu brüllen, dass ich dachte mir platzt das Trommelfell. "JOU!" Beim zweiten Mal reagierte er, ebenso laut wie gut zu verstehen: "Verdammt, Pat! Kann man in diesem Haus nicht mal in Ruhe kacken?" (Ich entschuldige mich für diesen Ausdruck, es handelt sich um ein Zitat.)



    "Ed ist am Tele!", nur unwesentlich leiser. "Was?", deutlich panisch. "Er will wissen, ob Du mit ihm nach Brindelton fährst." Pfiffiges Mädchen. "Wann?" Sie gab die Frage an mich weiter. Ich stotterte etwas herum: Es wäre nur so ein Gedanke. Wir hätten gestern kurz drüber gesprochen, aber es würde nicht eilen. Es müsse nicht heute sein.



    Sie interpretierte: "Wann immer du willst!" Stille. Dann: "Sag ihm, ich bin in 'ner halben Stunde fertig!" - "Er sagt", wandte sie sich wieder an mich. "Ich hab's gehört", murmelte ich matt. "Fein", zu mir. "Mach hin, er holt Dich gleich ab", zu ihm. Vermutlich habe mich noch bedankt, bevor sie das Gespräch wegdrückte. Sicher bin ich mir allerdings nicht.



    Ich war, gelinde gesagt, wie vom Donner gerührt. Bemerkte Mareike erst, als sie neben mir auftauchte. "Wir fahren nach Brindleton." Sie glitt auf den Hocker neben mir.



    "Du hast schon mit ihm gesprochen?" - "Ja. Nein. Irgendwie." Sie lachte leise. "Wann fahrt ihr?" - "Jetzt", es klang leicht entsetzt. Ein Umstand der sie zu amüsieren schien. "Das Bad ist frei." Ich nickte, doch es dauerte noch einen Moment, bis mir aufging: "Ich sollte mich fertig machen, wenn ich pünktlich sein will."



    Alles ging so holterdiepolter, dass ich denkbar unsicher war, ob mein spontanes handeln tatsächlich seine Richtigkeit hatte. Mehr als einmal ersuchte ich Mareike um Rat. "Lauf und finde es heraus", erwiderte sie schließlich mit Nachdruck.



    Ich war schon fast zur Tür hinaus, da fiel mir noch etwas Wichtiges ein: "Wünsch mir Glück, ja?" - "Von ganzem Herzen", rief sie mir hinterher.



    Soviel zu dem Thema, ich kann Einmischungen nicht leiden.

  9. #179
    Super Sims
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    Es tut mir so leid, dass ich erst jetzt antworte, Thoma. Mein Internet spinnt rum und es war fast unmöglich die alten Bilderlinks durch neue zu ersetzen.

    Ich hoffe, mein letzter post versöhnt Dich etwas mit Mareike. Das Du Jou schon wieder etwas versönlicher gegenüber stehst, freut mich riesig. Ob mir das bei Eve auch gelingt? Wir werden sehen...

    Hhm, ich finde auch das Ed sich für nichts zu schämen braucht, aber er ist halt ein Produkt seiner Erziehung. Wie wir alle *argh*

    Danke für Deinen mega-langen Kommi, ich schäme mich fast, dass ich immer nur so wenig tippe. Ein dummer Versuch mich ausgerechnet dabei kurz zu fassen

  10. #180
    Super Sims
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    Und, da Ed sich hiermit am Monatg in Aufgabe 7/Haustier befindet, sollte ich vielleicht auch mal den screen seiner Kündigung nachreichen.

    Von der Haushaltskasse hab ich leider keinen gemacht ;( Diese leeren Leinwände sind ziemlich ins Geld gegangen. Trinkgeld vom Klavierspielen, habe ich immer per money-cheat abgezogen.

    Es war aber arg wenig, knappe 200 § meine ich.

    Darum durfte er als erstes auch wieder malen, damit Geld rein kam für das zu kaufende Tierzubehör.


 

 

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